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Höhere Steuer für Dienstwohnungen

Wenn ein Arbeitnehmer eine Dienstwohnung kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt, muss zumindest an das Finanzamt dafür Lohnsteuer bezahlt werden.

Bisher war das meist nur eine Lapalie, jetzt müssen aber höhere Preise pro Quadratmeter für Unterkünfte, die dem Arbeitgeber gehören, bezahlt werden.

Grund ist eine Anhebung der Bewertungsgrundlage auf neue Richtwerte. Bisher waren die Quadratmeterpreise für solche Dienstwohnungen pauschaliert und unrealistisch niedrig. Daher waren alle Arbeitnehmer, denen eine Dienstwohnung zur Verfügung gestellt wurde, sehr günstig gestellt, da die Besteuerung für diese Naturalleistung sehr niedrig ausfiel.

Mit der nunmehrigen Bewertung der Dienstwohnungen im Eigentum des Arbeitgebers nach den sogenannten Richtwerten werden regionale Unterschiede bei den Wohnungspreisen berücksichtigt:

Bundesland Richtwert pro Quadratmeter
Burgenland 4,31
Kärnten 5,53
Niederösterreich 4,85
Oberösterreich 5,12
Salzburg 6,53
Tirol 5,77
Vorarlberg 7,26
Wien 4,73

Damit sind die einstigen Steuervorteile weitgehend dahin. Die neue Verordnung sieht freilich auch vor, dass wenn der übliche Mittelpreis für die Dienstwohnung wesentlich höher oder niedriger als der Sachbezugswert ist, dieser angesetzt werden muss.

Die Neuregelung gilt seit Jahresanfang. Für bereits bestehende Dienstwohnungen gibt es eine Schonfrist, da hier die Angleichung schrittweise vorgesehen ist.

 


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Leonhart und Leonhart
Wien - NÖ