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Gehaltserhöhung oder Kinderbetreuungszuschuss?

Eine neue interessante Gestaltungsmöglichkeit.

Das Steuerreformgesetz 2009 ermöglicht, dass Dienstgeber für Dienstnehmer einen Zuschuss zur Kinderbetreuung zahlen, der von der Lohnsteuer, den Sozialversicherungsbeiträgen, der Kommunal-
steuer und dem Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichs-
fonds befreit ist, kurzum keine Lohnnebenkosten verursacht. Der Zuschuss ist als Betriebsausgabe abzugsfähig.

Gewisse Spielregeln müssen allerdings eingehalten werden:
Der Zuschuss muss allen Dienstnehmern oder einer betriebsbezogen definierten Gruppe (zB allen Ord inationshilfen, die bereits länger als 5 Jahre in der Ordination beschäftigt sind; oder zB nur für Kinder bis zum zB 6. Lebensjahr)  von Dienst-nehmern angeboten werden.

Der Zuschuss darf nicht an den Dienstnehmer erfolgen, sondern muss direkt (oder als Gutschein) an eine berechtigte Kinderbetreuungs-
einrichtung
(zB Kinderkrippe, Kindergarten, Hort, elternverwaltete Kindergruppe, Tagesbetreuungsschule etc.) oder an eine pädagogisch qualifizierte Person (Ausbildung ist für 2009 bis 31.12.2009 nachzuweisen durch zB 8-h-Kurs, pädagogisches Studium - auch Wirtschaftspädagogik - Tageseltern-Lehrgang, Au-pair-Schulung, Babysitter-ausbildung etc.) nachweislich (zB durch Rechnung) bezahlt werden.

Achtung: Die pädagogisch qualifizierte Person darf kein haushalts-zugehöriger Angehöriger sein
.


Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, können pro Jahr und Dienstnehmer € 500,-- lohnsteuer- und beitragsfrei gestaltet werden, zB anstelle der nächsten Gehaltserhöhung.

Achtung: Die Umwandlung eines derzeitigen Gehaltsteiles in einen steuerfreien Zuschuss ist nicht möglich.

 


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Ärztetreuhand Braunschmid
Linz - Graz