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Praxisniederlegung will gut vorbereitet sein

Großes Einsparpotential am Ende der Niederlassung

„Der erste Schritt bei geplanter Praxisniederlegung ist zunächst einmal zu ermitteln, welches der ideale Zeitpunkt zur Niederlegung ist“, so Mag. Hans-Georg Goertz von der Steuerberatungskanzlei Dr. Scholler & Partner, die sich seit vielen Jahren auf die steuerliche und wirtschaftliche Betreuung von Ärzten spezialisiert hat.

Bei vielen Ärzten ergibt sich dieser Zeitpunkt fast von selbst, da sie Zeit Ihres Lebens auf diesen Punkt als Meilenstein hingearbeitet haben. So sind bei vielen Ärzten die Praxisfinanzierung, die Finanzierung des Privathauses sowie die private Zusatzpension auf ein bestimmtes Niederlegungsdatum zugeschnitten. Sehr oft ist dies der 65. Geburtstag.

Nicht jeder will bis 65 arbeiten

Nun kann es allerdings gewünscht oder beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen notwendig sein, sich früher in den Ruhestand zu begeben. „In diesem Falle muss man umso
genauer alle pensionsrechtlichen und steuertechnischen Fragen überprüfen und genaue Berechnungen anstellen.“

So kann es bereits ab Alter 50 Sinn machen, einmal die Lage zu analysieren. Spätestens jedoch zwei bis drei Jahre vor dem dann ermittelten Ruhestandsbeginn wird es Zeit, die wichtigen Dinge in Angriff zu nehmen.

Ein wesentliches Element der Praxisniederlegung dreht sich rund um das Personal. Einerseits sind rechtzeitige Kündigungen auszu-
sprechen, bei langgedienten Mitarbeitern beträgt die Frist bis zu fünf Monate. „Wenn man das verpasst, kann man unter Umständen auch noch nach der Niederlegung Gehälter weiterzahlen.“

Vorsicht vor unerwarteten Zahlungen

Weiters empfiehlt sich ein Blick auf den Abfertigungsanspruch: Abfertigungen nach dem alten System sind bei Kündigung und einvernehmlicher Kündigung zu leisten, also auch bei Beendigung der Ordinationstätigkeit. Je nach Dienstzeit wird bis zu einem Jahresgehalt fällig.

Je nach Konstellation mit beispielsweise drei länger gedienten Mitarbeitern kann die Zahlung leicht einmal 50.000,-- Euro oder mehr betragen.

Das Geld muss natürlich da sein. In diesem Zusammenhang sollte mit allen Instituten rund um Pensionskasse oder Auslagerungs-
versicherung Kontakt aufgenommen werden. Zum selben Zeitpunkt sollten die Versicherungen und etwaige Mietverträge auf Kündigungsfristen überprüft werden.


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

ECOVIS - Dr. Scholler & Partner Wirtschaftstreuhand
Wien - NÖ