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Akontierung vermeidet Steuerverzinsung

Seit einigenJahren gibt es eine Verzinsung von Nachforderungen und Gutschriften in der Höhe von 2% über dem Basiszinssatz (Anspruchszinsen).

Ab 1. Oktober 2009 ist es wieder so weit: Die Steuerverzinsung für 2008 beginnt ab diesem Stichtag zu laufen. Allerdings sind Anspruchszinsen, die den Betrag von 50 Euro nicht erreichen, nicht festzusetzen. Diese Bagatellgrenze bewirkt somit, dass eine Nachforderung nicht zwingend eine Zinsenpflicht auslöst.

Auf Grundlage des derzeit gültigen Basiszinssatzes von 0,38% beträgt der Zinssatz für die Anspruchszinsen daher 2,38%. Man kann mittels folgender Formel die Anzahl der zinsenfreien Tage ab 1. 10. 2009 bis 1 Tag vor Bescheidzustellung ermitteln: 44,99 mal 365 dividiert durch 0,0238 dividiert durch erwartete Nachforderung in Euro.

Folglich kann eine erwartete Steuernachforderung von 3.000 Euro 229 Tage unverzinst bleiben, bei 8.000 Euro sind es 86 Tage, bei 20.000 Euro immer noch 34 Tage.

Wer die Vorschreibung von Zinsen vermeiden möchte, obgleich er aus dem Steuerbescheid 2008 eine Nachzahlung erwartet, könnte inzwischen eine spezifische Abschlagszahlung an das Finanzamt überweisen, die dann auf die Nachforderung angerechnet wird. Diese Zahlung muss allerdings deutlich als "E 01 - 12/08" gekennzeichnet sein.

 


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Leonhart und Leonhart
Wien - NÖ