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A) Erst-Helfer - B) Zuständiger für Brandbekämpfung und Evakuierung

Änderung der Arbeitsstättenverordnung (AStV) - ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG)

A) Erst-Helfer:

In Arbeitsstätten mit mindestens 5 regelmäßig gleichzeitig Beschäftigten:

Bestellung einer ausreichenden Anzahl von Erst-Helfern.
Der bzw. die Ersthelfer müssen eine mindestens 16-stündige Ausbildung nach den Lehrplänen des Österreichischen Roten Kreuzes absolvieren (oder eine andere gleichwertige Ausbildung - wie der Präsenz- oder Ausbildungsdienst beim Bundesheer). Ein entsprechendes Zeugnis muss vorliegen.

Der bzw. die Erst-Helfer müssen in Abständen von höchstens 4 Jahren eine mindestens 8-stündige Erste-Hilfe-Auffrischung erhalten.

In Arbeitsstätten mit weniger als 5 regelmäßig gleichzeitig Beschäftigten:

Bis 2014 ist es ausreichend, dass der oder die Erst-Helfer eine mindestens
6-stündige Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen absolviert haben (nach dem 1.1.1998). Ein entsprechendes Zeugnis muss vorliegen.
Ab 1.1.2015 müssen auch sie regelmäßig einen Erste-Hilfe-Auffrischungskurs besuchen.

Erst-Helfer kann auch der Arbeitgeber selbst sein.

B) Evakuierung und Brandschutzbeauftragte

Bestellung von Zuständigen für Brandbekämpfung und Evakuierung:
Der Arbeitgeber muss einen oder mehrere Zuständige für Brandbekämpfung und Evakuierung bestellen. Diese müssen mit der Handhabung der Mittel der ersten Löschhilfe vertraut sein. Diese Personen sind am/beim Erste-Hilfe-Kasten zu benennen.

Unterweisung der Zuständigen
Diese Personen müssen in der Lage sein, Folgendes zu veranlassen:
1. Im Brandfall erforderlichenfalls die Feuerwehr zu alarmieren.
2. Im Fall von Alarm zu kontrollieren, ob alle Arbeitnehmer die Arbeitsstätte verlassen haben (nach Evakuierungsplan/Anweisung des Arbeitgebers).
3. Im Brandfall die Mittel der ersten Löschhilfe anzuwenden, soweit dies zur Sicherung der Flucht von Arbeitnehmern unbedingt notwendig ist.

Achtung!
Die Bestellung von Personen, die für Brandbekämpfung und Evakuierung der Arbeitnehmer zuständig sind, befreit den Arbeitgeber jedoch nicht von seiner Verantwortung nach § 25 Abs. 1 bis 3 ASchG!

Arbeitgeber müssen demnach:

(1) geeignete Vorkehrungen treffen, um das Entstehen eines Brandes und im Falle eines Brandes eine Gefährdung des Lebens und der Gesundheit der Arbeitnehmer zu vermeiden.

(2) geeignete Maßnahmen treffen, die zur Brandbekämpfung und Evakuierung der Arbeitnehmer erforderlich sind. 

(3) ausreichende und geeignete Feuerlöscheinrichtungen und erforderlichenfalls Brandmelder anbringen. Die Feuerlöscheinrichtungen müssen gut sichtbar und dauerhaft gekennzeichnet sein.

 


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Ärztetreuhand Braunschmid
Linz - Graz