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Zinsen für Steuernachzahlung 2009 vermeiden

Ab 1. Oktober fallen Zinsen für die Steuernachzahlung 2009 an. Lassen Sie daher Ihre zu erwartende Einkommensteuer-Nachzahlung grob berechnen und leisten Sie auf die zu erwartende Steuernachzahlung eine Abschlagszahlung.

Nur so können Sie vermeiden, dass das Finanzamt neben der Steuernachforderung auch noch Zinsen verlangt, die nicht einmal steuerlich abzugsfähig und daher besonders teuer sind.

Wie teuer sind diese Finanzamt-Zinsen wirklich?
Diese Zinsen sind steuerlich nicht abzugsfähig und somit aus dem bereits versteuerten Einkommen zu bestreiten. Der Zinssatz für die Steuerschulden ist daher mit einem Zinssatz von rd. 4,8 % eines steuerlich abzugsfähigen Ordinationskredites zu vergleichen (bei Einkommen über € 60.000,--).
Nachdem abzugsfähige Zinsen für ein Ordinationskonto wesentlich niedriger sind, sollte die Ansparung der Steuernachzahlung rechtzeitig und steuerschonend so gestaltet werden, dass der Nachzahlungsbetrag am Ende des betreffenden Jahres, für 2009 spätestens aber Ende September 2010 zur Verfügung steht und das Finanzamt als teurer Kreditgeber nicht in Anspruch genommen werden muss.

Können diese Zinsen vermieden werden?
Ja, wenn eine „Anzahlung“ in Höhe der zu erwartenden Nachzahlung 2009 vor dem 1. Oktober 2010 entrichtet wird. Diese so genannte „Abschlagszahlung“ muss bei der Überweisung an das Finanzamt mit „E 01-12/09 bezeichnet werden.

Um die Nachzahlung 2009 ungefähr errechnen zu können, muss vorher das zu versteuernde Einkommen des Jahres 2009 vorläufig ermittelt werden, was zwar einen entsprechenden Zeit- und Kostenaufwand darstellt, aber in der Regel günstiger ist, als nicht abzugsfähige Steuerzinsen zu zahlen. Wird nicht die ganze Nachzahlung geleistet, verringern auch Teilbeträge die Zinsen. Beträge unter € 50,-- werden nicht vorgeschrieben.

Anhand der zu erwartenden Nachforderung könnte man ausrechnen, wie viele zinsenfreie Tage nach dem 1.10.2010 möglich sind. Die Formel lautet: 49,99 mal 365, dividiert durch 0,0238, dividiert durch den erwarteten Nachzahlungsbetrag. Dies ergibt die Anzahl jener Tage, die zwischen dem 1.10.2010 und einem Tag vor der Steuerfestsetzung liegen können, ohne dass Zinsen anfallen.

Gibt es bei Steuerguthaben auch Guthaben-Zinsen?
Ja, wenn die vom Finanzamt vorgeschriebene Einkommensteuer-Vorauszahlung 2009 höher war als die tatsächliche Einkommensteuerlast 2009. Solche gutgeschriebene Finanzamt-Zinsen sind übrigens nicht steuerpflichtig.


Unsere Tipps :

1. Die Einkommensteuer nur grob ermitteln, um die Berechnungskosten gering zu halten.
2. Kontoüberziehungen (durch Einkommensteuerzahlungen) vermeiden.
3. Steuerschonende Gestaltungsmöglichkeiten rechtzeitig (vor dem 30.9.) nutzen.


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Ärztetreuhand Braunschmid
Linz - Graz