HOME

Top informiert und das völlig kostenlos! Abonnieren Sie das MEDTAX-Online-Magazin!

>> MEDTAX-Online-Magazin

Ermäßigungsmöglichkeiten im Wohlfahrtsfonds für Niederösterreich

m Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer für Niederösterreich gab es in den letzten Monaten einige Neuerungen und auch für die Zukunft sind Veränderungen zu erwarten.

Neben den beschlossenen Pensionskürzungen und den Anforderungen der Einkommensdaten beschäftigt die Ärzteschaft besonders die Möglichkeit von Ermäßigungen; allerdings ist grundsätzlich zu prüfen, ob eine Ermäßigung beim jeweiligen Arzt auch Sinn macht.

In der Grundrente, die derzeit mit einem maximalen Fixbeitrag von € 945,-/Monat angesetzt ist, gibt es die Möglichkeit anhand der aktuellsten Einkommensdaten Ermäßigungen zu erwirken. Dazu wird derzeit eine Tabelle herangezogen, bei der abhängig vom Umsatz und dem Bruttogrundgehalt (falls auch angestellt) prozentuelle Ermäßigungen gewährt werden. Übersteigen Umsatz und Bruttogrundgehalt einen Wert von € 130.000,-/Jahr steht keine Ermäßigung mehr zu; allerdings wird für Ordinationsinhaber eine Ordinationskostenpauschale von € 40.000,- in Abzug gebracht; d.h. für Ärzte mit Ordination ist bis zu einem Umsatz von € 170.000,- eine Ermäßigung möglich.

Über den Ermäßigungsantrag wird ein Bescheid vom Verwaltungsausschuss der Ärztekammer für Niederösterreich erlassen, gegen den Beschwerde erhoben werden kann, wenn der Inhalt nicht den Vorstellungen des Arztes entspricht. In dieser Beschwerde können dann auch neben den nackten Zahlen andere Gründe für den Wunsch nach einer Ermäßigung angeführt werden.

In der Zusatzleistung waren die meisten Ärzte bis dato auf 1%, bzw. 0,66% ermäßigt. Hier gibt es auch Tendenzen, dass dieser Prozentsatz in Zukunft höher ausfallen könnte, da lt. Satzung 10%, bzw. 6,66% vorgesehen sind.

Derzeit informiert der Wohlfahrtsfonds über auslaufende Ermäßigungen und das Datum, bis zu dem neue Ermäßigungsanträge einzubringen sind. Sollte man in der Grundrente über den derzeitigen Höchstwerten für Ermäßigungsansprüche liegen kann es derzeit trotzdem Sinn machen einen Ermäßigungsantrag zu stellen, da sonst möglicherweise die Zusatzleistung angehoben werden könnte. Aber auch hier ist zu prüfen, ob eine Ermäßigung die zu erwartende Pension nicht zu stark reduziert.

In der Zukunft ist davon auszugehen, dass die Höhe der Beiträge eher vom Gewinn, bzw. steuerpflichtigen Einkommen abhängig sein wird und nicht mehr von Umsatz und Bruttogrundgehalt. Wir werden über Änderungen sofort informieren.


 


<< zurück zur Übersicht
Dieser Beitrag wurde verfasst von

ECOVIS - Dr. Scholler & Partner Wirtschaftstreuhand
Wien - NÖ