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Zweitordination im Privathaus

Umfassender Tätigkeitsbereich rechtfertigt keine Zweitordination

Ein praktischer Arzt hatte im Obergeschoss seines Einfamilienhauses eine Zweitordination eingerichtet. Die Errichtungskosten des Einfamilienhauses wurden anteilig steuerlich geltend gemacht. Das Einfamilienhaus war in der Nähe zur Hauptordination. Begründet wurde die Notwendigkeit einer Zweitordination mit der umfassenden ärztlichen Tätigkeit (Vereinsarzt, Kontakt bei Psychiatrieeinweisungen, Feststellungen von Blutalkohol etc.).

Wirtschaftsgüter sind dem Betriebsvermögen zuzurechnen, wenn sie objektiv erkennbar zum unmittelbaren Einsatz im Betrieb bestimmt sind und ihm auch tatsächlich dienen. Bei der privaten und betrieblichen Nutzung eines Gebäudes ist eine Aufteilung vorzunehmen (z.B. nach Kubatur).

Der Verwaltungsgerichtshof hat festgestellt (es gab Informationen aus einer Besichtigung), dass kein typisches Bild einer Ordination beim Bau des Einfamilienhauses vorlag. Erst nachträglich wurden medizinische Geräte angeschafft, die allenfalls ein Indiz für die Absicht der Einrichtung einer Zweitordination sein können.

Es wurden daher die Abschreibung, die Finanzierungskosten und der damalige Investitionsfreibetrag nicht anerkannt.  


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

"Die Steuerberater"
Kenda & Lebersorger
Klagenfurt