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Neue Vermögenszuwaschsbesteuerung bei Kapitalanlagen

Derzeit werden laufende Erträge aus Kapitalvermögen (Zinsen und Dividenden) im Regelfall mit 25% Kapitalertragsteuer (KEST) besteuert.

Veräußerungsgewinne aus Kapitalanlagen sind nach alter Rechtslage nur innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist steuerpflichtig, aber mit dem normalen Tarif (bis zu 50% Einkommensteuer). Nach Ablauf des Jahres waren Verkäufe bisher steuerfrei!

Dies ändert sich ab diesem Jahr. Ab 01. Oktober 2011 werden alle Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen von Kapitalanlagen (Veräußerungsgewinn von Aktien, GmbH-Anteilen, Anleihen) und Derivaten (Differenzausgleich, Stillhalteprämie bei Optionen) generell mit 25% besteuert und zwar auch dann, wenn der Verkauf nach mehr als einem Jahr stattfindet.

Die neue Besteuerung von realisierten Kursgewinnen gilt zuerst einmal für Aktien und Investmentfonds, die nach dem 31.12.2010 erworben werden.

Für Anleihen und derivative Produkte (zB Optionen) gibt es eine etwas längere Übergangsfrist. Bei diesen gilt die alte Rechtslage (Steuerpflicht innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist, danach ist Veräußerungsgewinn steuerfrei) noch für Erwerbe bis 30.09.2011, aber Verkauf nach dem 30.09.2011 führt auf jeden Fall auch hier zur Steuerpflicht.

ABSCHAFFUNG DER KREDITVERTRAGSGEBÜHR

Im Gegenzug zur Einführung der Bankenabgabe wurde die Darlehens- und Kreditvertragsgebühr für Vertragsabschlüsse ab dem 01.01.2011 abgeschafft. Gleichzeitig entfällt die Gebührenpflicht für Gesellschafterdarlehen und -kredite.


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

ECOVIS - Dr. Scholler & Partner Wirtschaftstreuhand
Wien - NÖ