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Meldepflichten für Vertretungsärzte

Die Tätigkeit als Vertretungsarzt muss verschiedenen Stellen gemeldet werden.

1. Ärztekammer: Für den Zeitraum der Vertretungstätigkeit wird der Vertretungsarzt in der Ärzteliste als Wohnsitzarzt (oder "mit wohnsitzärztlicher Nebentätigkeit" - bei aufrechtem Dienstverhältnis) eingetragen. Tätigkeiten als Praxisvertreter werden bei der Bewertung für die Reihungsliste punktemäßig berücksichtigt. In der Wohlfahrtskasse sind Vertretungseinkünfte beitragspflichtig und erhöhen später die Pension.

2. SVA gew. Wirtschaft: Der Vertretungsarzt unterliegt der Pflichtversicherung (Pensions- und Unfallversicherung). Eventuell kann ein Befreiungsantrag von der Pensionsversicherung gestellt werden; allenfalls ein Antrag auf Differenzvorschreibung.

3. Finanzamt: Falls bisher noch nicht als Steuerpflichtiger mit selbständigen Einkünften erfasst, ist der Fragebogen "Verf. 24" auszufüllen und binnen Monatsfrist beim Finanzamt einzureichen.
Die Vorschriften der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sind zu beachten; die Belegsammlung ist sieben Jahre lang aufzubewahren. Nach Jahresende ist - in der Regel - eine Einkommensteuererklärung (Formular E1 und E1a) und eventuell auch eine Umsatzsteuererklärung abzugeben. Eine Arbeitnehmerveranlagung (Formular L1) ist dann nicht mehr durchzuführen.

4. Betriebliche Vorsorgekasse (freiwillig): Wird eine "Abfertigung für Selbständige" angestrebt, ist spätestens 12 Monate nach Aufnahme der selbständigen Tätigkeit ein Antrag zu stellen; dieser kann später nie mehr (auch nicht bei eigener Ordination) nachgeholt werden. Die Antragstellung ist empfehlenswert.


 


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Ärztetreuhand Braunschmid
Linz - Graz