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Das Ehegattenmodell für den Ordinationskauf

Wie an Ordinationsräumen steuerschonend Eigentum erworben werden kann . . .

Erwirbt Ihr Ehepartner Ordinationsräumlichkeiten und vermietet diese an Sie, so können sich daraus gleich mehrere Steuervorteile ergeben:

1. Die auf den Ordinationsteil entfallenden Vorsteuern der Baukosten können vom Finanzamt zurückgefordert werden und so zu einem wesentlichen Finanzierungsvorteil bei der Errichtung bzw. dem Erwerb führen. Im Gegenzug dafür muss von der Ordinationsmiete in den ersten zehn Jahren 20% Umsatzsteuer abgeführt werden. Die gewonnene Vorsteuer kompensiert diesen Nachteil jedoch in den meisten Fällen um ein Mehrfaches. Tipp: Lassen Sie von Ihrem MEDTAX-Steuerberater einen diesbezüglichen Günstigkeitsvergleich durchführen.

2. Durch die Miete kann ein Teil Ihres Einkommens zu Ihrem Ehepartner umgeleitet werden. Bei entsprechenden Einkommensunterschieden können die verschobenen Einkommensteile so einem günstigeren Steuersatz zugeführt werden (Ehegattensplitting). Tipp: Auch dieser Vorteil kann von Ihrer MEDTAX-Kanzlei exakt beziffert werden.

3. Gebäudeinvestitionen (Adaptierungen, Installationen), die Sie als eingemieteter Arzt selbst tragen (Mieterinvestitionen), können auf eine kürzere Zeit abgeschrieben werden als bei Eigentum.

4. Bei einer eventuellen Veräußerung nach der zehnjährigen Spekulationsfrist bleiben Wertsteigerungen der Immobilie vollkommen steuerfrei. Demgegenüber wären bei der Veräußerung aus dem Betriebsvermögen die dabei erzielten Gewinne steuerpflichtig. Der gleiche Effekt würde auch im Falle einer Betreibsaufgabe (Pensionierung) eintreten. Hier käme es zu einer Steuerpflicht der über die Jahre entstandenen Wertsteigerung (stille Reserven), unabhängig davon ob es wirklich zu einer Veräußerung und damit zu einer tatsächlichen Gewinnrealisierung kommt oder nicht. In guten Lagen sind große Wertsteigerungen an der Tagesordnung. Damit treten bei der Betriebsaufgabe in der Regel hohe Steuerbelastungen auf. Im Mietfall kann ein solches Szenario vollkommen vermieden werden.
 

Tipps:
• Lassen Sie sich die einzelnen Steuervorteile sowie auch die Gesamtrentabilität von Ihrem MEDTAX-Steuerberater jedenfalls vor einer geplanten Immobiliendisposition beziffern.

• Das Ehegattenmodell funktioniert auch dann, wenn Sie die Ordination in Ihrem Privathaus unterbringen wollen. Hier kann mittels Parifizierung und Begründung von Wohnungseigentum erreicht werden, dass der Ehepartner jenen Teil des Hauses erwirbt, in dem die Ordinationsräumlichkeiten untergebracht werden sollen.

• Treffen Sie vertraglich Vorsorge für den Fall einer Ehescheidung.


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Team Jünger Steuerberater OG
Innsbruck