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Einbruchdiebstahl als Betriebsausgaben oder außergewöhnliche Belastung?

Wenn in eine Ordination eingebrochen wird und dabei Geräte gestohlen werden bzw. Schaden angerichtet wird, so sind die Ausgaben für die Reparatur bzw. Wiederbeschaffung betrieblich veranlasst und damit Betriebsausgaben.

Ist der Schaden durch eine Versicherung gedeckt, so ist die Versicherungsentschädigung ebenfalls betrieblich veranlasst und somit Betriebseinnahme.

Einbruchdiebstahl im privaten Bereich
Hier stellt sich die Frage, ob ein Diebstahl ähnlich zu behandeln ist wie eine Naturkatastrophe und somit als außergewöhnliche Belastung absetzbar ist. Laut Ansicht der Finanz fehlt es am Merkmal, dass es sich um ein außergewöhnliches Schadensereignis größeren Umfangs handeln muss. Ein Diebstahl mag zwar für den Bestohlenen bitter sein, ist aber seiner Art nach einer (Natur-)Katastrophe nicht ähnlich.
Werden die entwendeten Gegenstände nachgekauft, führt dies nicht von vornherein zu einer außergewöhnlichen Belastung. Hier ist zu prüfen, ob es sich bei den gestohlenen Gütern um Gegenstände handelt, ohne deren Wiederbeschaffung die weitere übliche Lebensführung nicht zumutbar ist. Das bedeutet, dass die gestohlenen Gegenstände zur Lebensführung unerlässlich sein müssen – dann können sie steuerlich abgesetzt werden.
Üblicherweise ist das Ziel von Dieben, Wertgegenstände wie Schmuck oder Luxusgüter wie etwa wertvolle Bilder zu stehlen, die einen hohen Wiederverkaufswert haben. Diese Wertgegenstände können steuerlich nicht geltend gemacht werden.
Die Kosten für die Beseitigung einer Verwüstung durch Einbrecher ist sehr wohl als außerordentliche Belastung absetzbar, allerdings nur nach Berücksichtigung des steuerlichen Selbstbehaltes


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

"Die Steuerberater"
Kenda & Lebersorger
Klagenfurt