HOME

Top informiert und das völlig kostenlos! Abonnieren Sie das MEDTAX-Online-Magazin!

>> MEDTAX-Online-Magazin

Heilmasseure müssen Umsatzsteuer zahlen

Ärzte sind mit ihren Umsätzen aus ärztlicher Heilbehandlung von der Umsatzsteuer befreit. Dies gilt auch für die Tätigkeit der Physiotherapeuten.

Seit 2002 gibt es aufgrund des „Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetzes“ (MMHmG) eine Regelung für die Berufe und die Ausbildung des medizinischen Masseurs und des Heilmasseurs. Im Unterschied zum medizinischen Masseur ist nur der Heilmasseur zur freiberuflichen Berufsausübung berechtigt.

Es stellt sich die Frage, ob – im Hinblick auf die Ähnlichkeit der Tätigkeit mit Physiotherapeuten – auch die medizinischen Heilmasseure in Österreich von der Umsatzsteuer befreit sind. Dies insbesondere aufgrund der Tatsache, dass laut EU- Richtlinie Tätigkeiten bei ärztlichen und arztähnlichen Berufen von der Umsatzsteuer befreit sind.

Die österreichische Finanzverwaltung hat per Erlaß eine negative Stellungnahme dazu abgegeben. Demnach sind die Umsätze von Heilmasseuren nicht von der Umsatzsteuer befreit, sondern es fallen dafür 20% Ust. an.

Begründet wird dies mit der umfangreicheren Ausbildung der Physiotherapeuten gegenüber den Heilmasseuren.

Eine Ausnahme für die Umsatzsteuerpflicht eines Heilmasseurs besteht nur, falls dieser auch zur Ausübung des physiotherapeutischen Dienstes berechtigt ist.


<< zurück zur Übersicht
Dieser Beitrag wurde verfasst von

Leonhart und Leonhart
Wien - NÖ