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Spenden bei Charity-Veranstaltungen oder karitativen Versteigerungen

Charityveranstaltungen  für den guten Zweck sind „in“.  Sei es ein Ball, eine Versteigerung, ein Golfturnier oder ein Galadiner.  Im Rahmen dieser Veranstaltungen werden jedenfalls für tatsächlich erbrachte Leistungen weit überhöhte Preise bezahlt. Der Reinerlös fließt dann einer Organisation, einer Familie oder sonst einem guten Zweck zu. Es stellt sich nun die Frage, ob die Spenden, die im Rahmen dieser offensichtlich überhöhten Preise bezahlt werden, steuerlich absetzbar sind?

In den vorliegenden Fällen spricht die Finanz von gemischten Spenden. Diese haben sowohl eine Entgelts- als auch eine Spendenkomponente.  Unter bestimmten Umständen kann die Spendenkomponente steuerlich abgesetzt werden. Und zwar dann, wenn der gespendete Teil den Wert der Gegenleistung erheblich übersteigt.

Was bedeutet das?
- Der gemeine Wert der Gegenleistung – sprich Kaufpreis – darf maximal 50 % der Spende betragen
- es muss daher mindestens der doppelte tatsächliche Wert gespendet werden, die Überzahlung muss 100 % betragen
- abzugsfähig ist nur der den tatsächlichen Wert übersteigende Betrag.

Beispiel:
Bei einer Charity-Auktion erwerben Sie einen Nerzmantel einer berühmten Schauspielerin um € 1.000, der aktuell € 800 wert ist. Der gemeine Wert wird durch eine Spende von € 200 überschritten. Da die Spende weniger als 100 % des Wertes beträgt, kann der Spendenanteil steuerlich nicht geltend gemacht werden.
Wird für denselben Nerzmantel ein Preis von € 2.000 bezahlt, überschreitet der Kaufpreis den tatsächlichen Wert um mehr als 100 %. In diesem Fall kann die Spende in Höhe von € 1.200 steuerlich abgesetzt werden.


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

"Die Steuerberater"
Kenda & Lebersorger
Klagenfurt