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Arbeitszeitaufzeichnungen in der Ordination

In letzter Zeit werden bei den Lohnabgabenprüfungen vom Prüfer vermehrt die Arbeitszeitaufzeichnungen für Mitarbeiter abverlangt.

Nach dem Arbeitszeitgesetz ist ein Arzt als Dienstgeber verpflichtet, für jeden Dienstnehmer Arbeitszeitaufzeichnungen zu führen. Diese Aufzeichnungen müssen die genaue Anfangs- und Endzeit inklusive der Pausen enthalten. Natürlich können die tatsächlichen Aufzeichnungen durch die Mitarbeiter erfolgen und dann durch den Arbeitgeber kontrolliert werden.

Auch Überprüfungen durch das Arbeitsinspektorat können bei fehlenden Arbeitszeitaufzeichnungen oder bei Übertretungen des Arbeitszeitgesetzes und des Arbeitsruhegesetzes zu Strafzahlungen führen. Der Strafrahmen für fehlende Arbeitszeitaufzeichnungen liegt zwischen € 72 bis € 1.815 je Fall.

Es können Verstöße gegen die Aufzeichnungspflicht hinsichtlich jedes einzelnen Arbeitnehmers gesondert bestraft werden; d.h. wenn in einer Ordination mit 3 Ordinationshilfen keine Arbeitszeitaufzeichnungen geführt werden – könnte eine Strafe von zumindest € 216,- (€ 72,- x € 3,-) verhängt werden.

Noch höhere Zahlungen könnten den Arzt aber dann treffen, wenn ein Prüfer aufgrund fehlender Aufzeichnungen generell die Arbeitszeit der Ordinationshilfen anzweifelt und womöglich längere Arbeitszeiten unterstellt und dementsprechend fehlende Lohnabgaben nachverrechnet.

Daher sollten diese Arbeitszeitaufzeichnungen gewissenhaft geführt und entsprechend aufbewahrt werden.

 


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

ECOVIS - Dr. Scholler & Partner Wirtschaftstreuhand
Wien - NÖ