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Goldige“ Gewinnminderungen sind nicht mehr möglich!

Seit 1.4.2012 können Ausgaben für Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens, die keinem regelmäßigen Wertverzehr unterliegen, nicht mehr im Zeitpunkt der Bezahlung steuermindernd geltend gemacht werden, sondern erst beim Ausscheiden der Gegenstände aus dem Betriebsvermögen.

Bisher war der Wareneinkauf von Handelswaren, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aller Art beim (Zahn)Arzt als Einnahmen-Ausgaben-Rechner im Jahr der Bezahlung sofort als Betriebsausgabe abzugsfähig. Somit konnte u.a. auch die Anschaffung von Edelmetall (z.B. Gold) in einer (Zahn)Ordination sofort als Betriebsausgabe abgesetzt werden. Dies ist nunmehr seit 1.4.2012 nicht mehr möglich. Die Steuerminderung einer derartigen Ausgabe tritt erst dann ein, wenn der Gegenstand bzw. das Material „aus dem Betriebsvermögen ausscheidet“, d.h. in der Regel verarbeitet und/oder verkauft wird.

Von dieser einschränkenden Regelung ist aber der „normale Warenbestand“, der einem Verderb oder einer wirtschaftlichen Abnutzung unterliegt, nicht betroffen (z.B. das Medikamentenlager eines hausapo¬theken¬führenden Arztes).

Das Finanzministerium hat zur Neuregelung u.a. erläutert:  Nicht betroffen sind

  • Wirtschaftsgüter, die keinem regelmäßigen Wertverzehr unterliegen, bis € 5.000,-
  • Wirtschaftsgüter, die als Rohstoffe, Hilfsstoffe oder Einzelkomponenten weiterverarbeitet werden und sich trotz Hochpreisigkeit nicht für eine Wertanlage eignen (Edelsteine und Edelmetalle zählen nicht zu diesen „befreiten“  Materialien).


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Ärztetreuhand Braunschmid
Linz - Graz