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Steuerfreie Gefahrenzulagen bei Ordinationshilfen

Die Kollektivverträge im Gesundheitswesen sehen die Auszahlung von Gefahrenzulagen an Dienstnehmer vor.

So beträgt beispielsweise die im Kollektivvertrag bei Allgemeinmedizinern und Fachärzten in Wien vorgesehene Gefahrenzulage bei einer voll beschäftigten Ordinationshilfe monatlich 85,-. Als weiterer Vorteil für die Dienstnehmer soll dieser Betrag ohne Lohnsteuerabzug ausbezahlt werden.


Im Zuge von Abgaben- und Sozialversicherungsprüfungen tauchen in diesem Zusammenhang zunehmend Probleme auf: Die Prüfer der Finanzämter und Gebietskrankenkasse stellen in Frage, ob die Ordinationshilfen auch wirklich überwiegend in einem Gefahrenbereich tätig sind. Wenn jemand im Vorzimmer einer Praxis am Empfang sitzt, rechtfertigt dies nach Ansicht der Behörde die steuerfreie Auszahlung der Gefahrenzulage nicht.


Dies führt dazu, dass bei Lohnabgabenprüfungen fallweise für die ausbezahlten Gefahrenzulagen Lohnsteuer nachverrechnet und bezahlt wird.
Nur der überwiegende Aufenthalt in einem Gefahrenbereich (zB Blutabnahme, Assistenz am Patienten..) ermöglicht demnach die Steuerfreiheit der Gefahrenzulage.


Um solche Problemen in Zukunft vorzubauen, sollte bei der Gehaltabrechnung von ärztlichem Ordinationspersonal künftig differenziert werden, ob die Tätigkeit überwiegend in einem Gefahrenbereich erfolgt.


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Leonhart und Leonhart
Wien - NÖ