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Gewinnregulierung & Steuerplanung

Paradigmenwechsel bei Gewinn von mehr als 175.000 €

Wenn Sie Gewinne von mehr als 175.000 € erzielen, so können Sie im Jahr 2012 den vollen Gewinnfreibetrag in Höhe von 13% vorerst zum letzten Mal lukrieren. Von 2013 bis 2016 gilt nämlich folgende Staffelung:
• Für Gewinne bis zu 175.000 €:    13%
• Für Gewinne zwischen 175.000 € und 350.000 €:   7%
• Für Gewinne zwischen 350.000 € und 580.000 €:  4,5%
• Für Gewinne ab 580.000 €:        0%

Vor diesem Hintergrund kann die bisherigen Strategie, Gewinne gegen Jahresende möglichst ins nächste Jahr zu verschieben, nachteilig sein.

Die neue Logik
Es drängt sich die Überlegung auf, inwieweit nicht konträr dazu sogar ein Teil der Gewinne 2013 bereits ins heurige Jahre vorgezogen werden soll. Durch die neue Staffelung bringt eine Verschiebung von zB 30.000 € je nach Höhe des für 2013 zu erwartenden Gewinnes einen Steuervorteil von 900 bis 1.980 €. Bei 50.000 € sind es zwischen 1.500 und 3.250 € und bei einer Verschiebung von 100.000 € kann der Vorteil bis zu 6.500 € ausmachen.

Die neue Technik
Wenn man sich dafür entscheidet, so sollte man folgendes tun:
• Zügig abrechnen, damit möglichst viele Honorar noch im Dezember eingehen.
• Keine Akontierungen für Material- und Handelswareneinkäufe machen.
• Zahlungsfristen bis zum letzten Tag ausnutzen und erst 2013 zahlen.
• Die Lohnabgaben für Dezember erst im Jänner (Fälligkeit 15.1.2013) bezahlen.

Die neuen Haken
• Die Steuer für die Veranlagungsjahre 2012 und 2013  ist zwar in Summe niedriger, wird aber für den vorgezogenen Teil 1 Jahr früher fällig.
• Man riskiert "Auffälligkeiten beim Finanzamt.
• Das Investitionsvolumen (Wertpapierkauf) 2012 zur vollen Ausschöpfung des Gewinnfreibetrages erhöht sich. So erfordert eine Gewinnvorwegnahme von zB 30.000 € ein Zusatzinvestment von 3.900. Bei 50.000 € sind es 6.500 und bei einer Verschiebung von 100.000 € werden 13.000 € zusätzlich notwendig.


Tipp: Halten Sie mit Ihrem MEDTAX-Steuerberater Rücksprache bevor Sie sich Hals über Kopf ins "Verschieben" stürzen und durch den Paradigmenwechsel vom einen ins andere Extrem fallen. Auch hier gilt das alte Sprichwort "die Kirche im Dorf lassen".

 


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Team Jünger Steuerberater OG
Innsbruck