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Mehr Geld für die Fahrt zum Arbeitsplatz

Ab 2013 kommt es zu einer verbesserten steuerlichen Behandlung der Fahrkosten zum Arbeitsplatz.

Wie bisher können Pendler, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen können, bei der Arbeitnehmerveranlagung das „kleine Pendlerpauschale" - ein Pauschbetrag von der Lohnsteuergrundlage - abziehen, wenn sie mindestens eine einfache Wegstrecke von 20 Kilometern zwischen Hauptwohnsitz und Arbeitsplatz zurücklegen.

Ebenso steht das „große Pendlerpauschale" Arbeitnehmern zu, denen unzumutbar ist, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und die mindestens zwei Kilometer vom Arbeitsplatz entfernt wohnen. Jedenfalls unzumutbar sind öffentliche Verkehrsmittel, wenn ein Weg mehr als zweieinhalb Stunden dauern würde.
Je nach Distanz zwischen Wohnung und Arbeitsplatz kann der Arbeitnehmer einen pauschalen Absetzbetrag von maximal 3672 Euro im Jahr geltend machen.

Ab 2013 haben auch Teilzeitkräfte Anspruch auf das Pendlerpauschale: Wer einmal die Woche pendelt, dem steht ab 1. Jänner ein Drittel, für zweimal zwei Drittel der Pauschale zu und wer mindestens dreimal die Woche pendelt, bekommt bereits das volle Pauschale.

Als besonderes „Zuckerl" bekommen Arbeitnehmer, denen das Finanzamt ein Pauschale zuerkannt hat, künftig einmal im Jahr netto zwei Euro pro Kilometer des einfachen Arbeitsweges, den „Pendler-Euro", überwiesen. Wenn jemand also beispielsweise an zwei Tagen pro Woche über eine Distanz von 30 Kilometern von Niederösterreich in die Wiener Innenstadt pendelt, gab es bisher gar keinen Anspruch auf den Absetzbetrag. In Zukunft stehen zwei Drittel des kleinen Pendlerpauschales der Kategorie 20-40 Kilometer, im Jahr 464 Euro, als Abzugsposten zu. Einmal im Jahr werden vom Staat dann noch zusätzlich 60 Euro ausgezahlt.

Verbessert wird auch das „Jobticket". Damit sollen Arbeitgeber motiviert werden, Dienstnehmern Jahreskarten für den öffentlichen Verkehr zu schenken. Künftig sind Zeitkarten öffentlicher Verkehrsmittel, die Arbeitgeber zusätzlich zum Lohn zahlen, abgabenfrei. Dies hat aber Auswirkungen auf das Pendlerpauschale: Jener Teil der Strecke, der von einem „Jobticket" erfasst wird, wird bei der Berechnung des Pendlerpauschales abgezogen. Wenn also der oben geschilderte nach Wien pendlende Arbeitnehmer eine Jahreskarte der Wiener Linien vom Arbeitgeber bezahlt bekommt, reduziert diese die für das Pauschale nötige Mindestdistanz von 20 Kilometern Arbeitsweg: Damit verliert er nicht nur den Steuerabzug, sondern auch seinen einmaligen „Pendler-Euro".


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Leonhart und Leonhart
Wien - NÖ