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Elektronische Bescheidzustellung ab 2013

Seit 1.1.2013 werden Bescheide des Finanzamtes vermehrt elektronisch über Finanz-Online zugestellt, wodurch Papier- und Portokosten in Millionenhöhe eingespart werden sollen.

Was bisher die Ausnahme war, ist jetzt die Regel! Ab 2013 werden Bescheide grundsätzlich nur mehr elektronisch zugestellt, außer man möchte das ausdrücklich nicht und widerspricht.

Nachdem an eine rechtsgültige Bescheidzustellung wichtige Rechtsfolgen anknüpfen (wie insbesondere der Beginn und das Ende der Berufungs-/Rechtsmittelfrist), ist  dieser Neuerung besonderes Augenmerk zu widmen. 

Was ist zu beachten?
Wenn Sie bisher schon Ihrem Steuerberater die Zustellvollmacht erteilt haben, ändert sich für Sie nichts. Der Steuerberater wird Ihre Steuerbescheide erhalten, sie wie bisher prüfen und Ihnen darüber berichten. Die Art der Bescheidzustellung – elektronisch oder per Post – muss er mit dem Finanzamt regeln.

Wenn Sie bisher Steuerbescheide selbst erhalten haben ist zu unterscheiden:

a) Sie verfügen über einen Finanz-Online-Zugang:
Beim ersten Einstieg im Jahr 2013 werden Sie gefragt, ob Sie auf die elektronische Bescheidzustellung „verzichten“ wollen. Wenn Sie verzichten, ändert sich nichts und Sie erhalten weiterhin die Steuerbescheide in Papierform. 
Wenn Sie nicht „verzichten“, werden Ihnen ab sofort die Steuerbescheide (nur mehr!) in elektronischer Form zugestellt. Wenn Sie sich dafür entscheiden, geben Sie am besten sofort unter den „Allgemeinen Grunddaten“ eine E-Mail-Adresse an, unter der Sie über elektronische Zustellungen verständigt werden wollen (Achtung bei Änderung Ihrer E-Mail-Adresse! Im FON ändern!). Statt einer E-Mail-Adresse kann für eine Verständigung mittels SMS auch eine Mobilnummer angegeben werden (Achtung bei Änderung der Mobilnummer!).

b) Wenn Sie über keinen Finanz-Online-Zugang verfügen, werden Ihnen die Steuerbescheide auch weiterhin in Papierform zugestellt.
Einkommensteuerbescheide über Arbeitnehmer-Veranlagungen werden nur dann elektronisch zugestellt, wenn auch die Steuererklärung selbst (Formular L1) über Finanz-Online elektronisch eingereicht wurde. Wer weiterhin seine ANV-Bescheide in Papierform wünscht, muss auch in diesem Fall im FON auf die elektronische Zustellung „verzichten“!

Zukunft: Auch andere Benachrichtigungen des Finanzamtes sollen in Zukunft elektronisch erfolgen (z.B. Buchungsmitteilungen). Wie schnell diese geplante Ausweitung elektronischer Zustellungen umgesetzt wird, ist seitens des Finanzministeriums noch nicht publiziert worden.


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Ärztetreuhand Braunschmid
Linz - Graz