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Verkehrsunfall bei beruflicher Fahrt - Kosten absetzbar?

Die infolge eines Verkehrsunfalles entstehenden Kosten können steuerlich geltend gemacht werden, wenn der Unfall auf dem Weg zur Arbeit oder wahrend einer beruflichen Fahrt passiert ist.

Auch die Kosten eines  Unfalles im Zuge einer Familienheimfahrt bei Personen mit doppelter Haushaltsführung sind relevant. Bei rein privat veranlassten Fahrten ist eine steuerliche Berücksichtigung freilich ausgeschlossen.
Allerdings schließt auch bei Unfällen im Zuge reiner Berufsfahrten grobe Fahrlässigkeit die steuerliche Abzugsfähigkeit aus.

Dies gilt bei großer Sorglosigkeit mit hoher Schadenswahrscheinlichkeit, beispielsweise in folgenden Fällen:
• Alkoholisierung oder sonstiger herabgesetzter Fahrtüchtigkeit (Medikamenteneinnahme, Weiterfahrt trotz Übermüdung)
• den Straßenverhältnissen nicht angepasster Fahrweise (überhöhte Geschwindigkeit bei Aqua- planing- Gefahr, Überholen in un¬übersichtlicher Kurve) Fahren mit defekten Bremsen,  abgefahrene Autoreifen etc.
• Überholen in unübersichtlichen Kurven


Wie alle Dienstnehmer können auch Spitalsärzte Unfallkosten im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung steuerlich geltend machen. Die steuerliche Absetzung umfasst in jedem Fall die nach Abzug der durch die Haftpflichtversicherung verbleibenden Eigen- und Fremdkosten jeglicher Art, also neben den eigentlichen Reparaturkosten auch Ausgaben für Gutachter, Schadenersatz, Anwalt und Gericht.


Wichtig ist die Beweisführung des beruflichen Zusammenhanges gegenüber dem Finanzamt. Die Unfallkosten werden in der Steuererklärung unter „sonstige Ausgaben“ angeführt, ein entsprechender Anstieg dieser Position gegenüber dem Vorjahr führt häufig zu einer Anfrage und Notwendigkeit der Beweisführung.
In diesem Fall müssen Gutachten von Sachverständigen, polizeilicher Unfallbericht, sowie Rechnungen und Zahlungsbestätigungen vorgelegt werden. Die Beweisführung der beruflichen Veranlassung darf nicht vernachlässigt werden, also Beweismittel wie Terminkalender unbedingt aufheben.


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Leonhart und Leonhart
Wien - NÖ