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Steuernachzahlung für 2012? Vermeiden Sie Finanzamt-Zinsen!

Ab 1. Oktober können Zinsen für die Steuernachzahlung 2012 anfallen. Lassen Sie daher Ihre zu erwartende Einkommensteuer-Nachzahlung 2012 grob berechnen und leisten Sie auf die zu erwartende Steuernachzahlung rechtzeitig eine Abschlagszahlung

Nur so können Sie vermeiden, dass das Finanzamt neben der Steuernachforderung auch noch Zinsen verlangt, die nicht einmal steuerlich abzugsfähig und daher besonders teuer sind.

Wie teuer sind diese Finanzamt-Zinsen wirklich?
Finanzamtzinsen für Einkommensteuerschulden sind steuerlich nicht abzugsfähig und somit aus dem bereits versteuerten Einkommen zu bestreiten. Der Zinssatz für die Steuerschulden beim Finanzamt beträgt seit 8.5.2013 1,88 % (was mit einem Bankzinssatz von 3,76 % für einen steuerlich abzugsfähigen Ordinationskredit zu vergleichen ist - bei Einkommen über € 60.000,--).

Nachdem abzugsfähige Zinsen für ein Ordinationskonto wesentlich niedriger sind, sollte die Ansparung der Steuernachzahlung laufend und steuerschonend erfolgen (so, dass der Nachzahlungsbetrag am Ende des Steuerjahres bereits beiseite gelegt ist).

Können Finanzamt-Zinsen vermieden werden?
Ja, wenn eine „Anzahlung“ in Höhe der zu erwartenden Nachzahlung 2012 rechtzeitig als „Abschlags-zahlung 2012“ mit der Bezeichnung „E 01-12/12“ an das Finanzamt entrichtet wird (ab 1. Oktober 2013 werden Zinsen berechnet, die – ab € 50,-- – auch zu bezahlen sind).

Um die Nachzahlung 2012 ungefähr errechnen zu können, muss vorher das zu versteuernde Einkommen des Jahres 2012 vorläufig ermittelt werden. Kann nicht die ganze Nachzahlung auf einmal geleistet werden, verringern auch Teilbeträge die Finanzamt-Zinsen. Zinsenbeträge unter € 50,-- werden nicht vorgeschrieben.
Anhand der zu erwartenden Nachforderung könnte man rückrechnen, wie viele zinsenfreie Tage ab dem 1.10.2013 möglich sind. Die Formel lautet: 49,99 mal 365, dividiert durch 0,0188, dividiert durch den erwarteten Nachzahlungsbetrag. Dies ergibt die Anzahl jener Tage, die zwischen dem 1.10.2013 und einem Tag vor der Steuerfestsetzung liegen können, ohne dass Zinsen anfallen.

Beispiel:
Beträgt die Steuernachzahlung 2012  € 30.000,--, könnte mit der Abschlagszahlung bis Ende Oktober 2013 zugewartet werden, ohne dass noch Zinsen zu zahlen sind.

Gibt es bei Steuerguthaben auch Guthaben-Zinsen?
Ja, wenn die vom Finanzamt vorgeschriebene Einkommensteuer-Vorauszahlung 2012 höher war als die tatsächliche Einkommensteuerlast 2012. Gutgeschriebene Finanzamt-Zinsen sind nicht steuerpflichtig.

Tipps:
1. Zu erwartende Einkommensteuernachzahlungen bereits während des Jahres monatlich ansparen.
2. Die Abschlagszahlung nur grob ermitteln, um die Berechnungskosten gering zu halten.
3. Kontoüberziehungen durch Einkommensteuerzahlungen vermeiden.


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Ärztetreuhand Braunschmid
Linz - Graz