HOME

Top informiert und das völlig kostenlos! Abonnieren Sie das MEDTAX-Online-Magazin!

>> MEDTAX-Online-Magazin

Gewinnfreibetrag – Änderungen 2013

Durch das 1. Stabilitätsgesetz 2012 wurden die Rahmenbedingungen für den Gewinnfreibetrag ab der Veranlagung für das Jahr 2013 geändert.

Analog zur sogenannten Solidarabgabe für Besserverdiener im nichtselbständigen Bereich – eine Einschränkung der Steuerbegünstigung für Sonderzahlungen – wird auch die Höhe des maximal möglichen Gewinnfreibetrages reduziert.

An Stelle des bisherigen linearen Gewinnfreibetrags von 13 % (bis zum Höchstbetrag von € 100.000,00 bei einem Gewinn von € 769.230,00), kommt nunmehr eine gestaffelte Berechnung zur Anwendung; Der Freibetrag beträgt für:

Gewinne bis € 175.000,00

13,0 %

die nächsten € 175.000,00

7,0 %

die nächsten € 230.000,00

3,5 %

darüber hinaus

0,0 %

des Gewinnes aus der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung.

 

Beispiele zur Gegenüberstellung 2012 – 2013 (bei ausreichenden Investitionen)

Gewinn

GFB 2012

ESt 2012

GFB 2013

ESt 2013

Steuer-Differenz

100.000,00

13.000,00

33.735,00

13.000,00

33.735,00

0,00

200.000,00

26.000,00

77.235,00

24.500,00

77.985,00

750,00

300.000,00

39.000,00

120.735,00

31.500,00

124.485,00

3.750,00

500.000,00

65.000,00

207.735,00

41.750,00

219.360,00

11.625,00

Diese Reduktion ist derzeit nur für die Jahre 2013 bis 2016 vorgesehen, es bleibt jedoch abzuwarten, ob die Bestimmung nicht in einem der nächsten Abgabenänderungsgesetze in eine dauerhafte Regelung umgeändert wird.

Unverändert bleibt der sogenannte Grundfreibetrag für Gewinne bis € 30.000,00 – hierfür sind keinerlei Investitionen erforderlich. Erst für Gewinnanteile darüber müssen entsprechende Wirtschaftsgüter oder bestimmte Wertpapiere im Ausmaß des sogenannten investitionsbedingten Gewinnfreibetrages angeschafft werden, um die Begünstigung in Anspruch nehmen zu können.Begünstigte Investitionen sind
• Körperliche, abnutzbare Anlagegüter mit einer Nutzungsdauer von mindestens   
   vier Jahren
• ausgenommen vor allem PKW, gebrauchte Wirtschaftsgüter, Software
• bestimmte Wertpapiere (sog. „§ 14-Wertpapiere“) , bei mindestens 4jähriger   
  Widmung für den Betrieb

MEDTAX-Tipp zu GFB-Wertpapieren:
Die Rendite der Wertpapiere ist nebensächlich, wichtig ist der Steuervorteil und die Werthaltigkeit. Sehr gut geeignet sind festverzinsliche Wertpapiere wie zB Anleihen.

ACHTUNG: Durch die Neuerungen bei der Besteuerung von Kapitalvermögen ist von Investmentfonds – insbesondere sogenannten thesaurierenden Fonds – im betrieblichen Bereich dringend abzuraten! Diese sind ein „Verlustgeschäft“, da die enorm mühsame Bearbeitung im Rahmen des Jahresabschlusses mehr Aufwand verursacht als die Fonds-Anteile Rendite erwirtschaften!

 


 


<< zurück zur Übersicht
Dieser Beitrag wurde verfasst von

Ärztetreuhand Braunschmid
Linz - Graz