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Rechnungslegungspflicht beachten!

Werden medizinische Leistungen angeboten, die nicht von einem inländischen Krankenversicherungs-träger oder einer Krankenfürsorge im Wege der Sachleistung gedeckt werden, so muss der Arzt / Zahnarzt über die erbrachte Leistung eine Rechnung (Honorarnote) ausstellen.

Diese Rechnungslegungspflicht, die seit dem EU-Patientenmobilitätsgesetz vom April 2014 gilt, wird in Zukunft sicher auch von den Finanzämtern bei Betriebsprüfungen ins Treffen geführt und die Vorlage von (anonymisierten) Honorarnotenkopien verlangt werden.

Aus Nachweisgründen ist die lückenlose Nummerierung der Honorarnoten unbedingt zu empfehlen. Von jeder Honorarnote ist eine (anonymisierte) Kopie anzufertigen und für steuerliche Zwecke sieben Jahre lang aufzubewahren (ab Ende des Ausstellungsjahres). Die berufsrechtliche Aufbewahrungspflicht diesebezüglicher Dokumentationen beträgt 10 Jahre.

Die einfachste Form der Erfüllung der steuerlichen Aufbewahrungs¬pflicht ist das Beilegen der (anonymisierten) Honorarnotenkopien im Zuflussmonat zur Buchhaltung (Bareinnahmen-Aufzeichung oder Bankauszug).

Die Gesetzesänderungen 2014 (§ 51 Abs 1a ÄG bzw. § 18 Abs 2 ZÄG) sehen auch vor, dass der Arzt / Zahnarzt bereits vor Behandlungsbeginn den Patienten auf die entstehenden Kosten (Folgekosten) hinzuweisen hat. Dies kann durch mündliche Information oder aber auch durch den Aushang einer Preisinformation (z.B. im Wartebereich) erfolgen.

Gleichlautende Vorschriften wurden auch für andere Medizinberufe erlassen (z.B. Psychotherapeuten, Psychologen, Med. Masseure etc.).


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Ärztetreuhand Braunschmid
Linz - Graz