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Urlaubsvorgriff muss vereinbart werden

Ist der Urlaub eines Mitarbeiters aus dem laufenden persönlichen Urlaubsjahr (dieses beginnt in der Regel mit dem Eintrittsdatum) bereits konsumiert und möchte der Dienstnehmer bereits wieder auf Urlaub gehen, so kann – mit Einverständnis des Dienstgebers – ein Vorgriff auf den Urlaub des nächsten persönlichen Urlaubsjahres vorgenommen werden. Diese Vereinbarung zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer sollte unbedingt schriftlich erfolgen, damit der Vorgriff als solcher auch eindeutig erkennbar ist und nicht als vom Dienstgeber freiwillig gewährter zusätzlicher Urlaub des laufenden Urlaubsjahres gewertet werden kann.

Der OGH (Oberste Gerichtshof) hat nämlich vor kurzem Folgendes entschieden: Haben die Arbeitsvertragsparteien keine Vereinbarung des Urlaubsvorgriffs abgeschlossen, dann ist mangels anderer Anhaltspunkte davon auszugehen, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen über den gesetzlichen Mindestanspruch hinausgehenden zusätzlichen Urlaub ohne Anrechnung auf den dem Arbeitnehmer im nächsten Urlaubsjahr gebührenden Urlaub gewährt hat. Eine „automatische“ Anrechnung eines „vorgezogenen“ Urlaubs auf den erst im nächsten Urlaubsjahr entstehenden Urlaubsanspruch findet nicht statt – so sagt das Urteil des OGH vom 29.01.2015.

 


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Ärztetreuhand Braunschmid
Linz - Graz