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Bankgeheimnis ade

Bei Steuerprüfungen sollen der Finanz in Zukunft auf Knopfdruck sämtliche Konten vorliegen.

Dazu ist eine Meldepflicht der Banken an ein zentrales Kontenregister vorgesehen. Neben den eigenen Konten sollen auch jene Konten ausgeworfen werden, über die Sie verfügungsberechtigt sind. Um etwaige Abschleichungsstrategien zu unterbinden, ist zudem geplant, dass die Banken auch höhere Kapitalabflüsse (ab 50.000,- Euro), die bereits stattgefunden haben, melden müssen. Davon sind nach dem aktuellen Entwurf Bewegungen ab dem 1. März 2015 erfasst. Ausgenommen sind Abflüsse von Geschäftskonten von Unternehmen. Hinsichtlich der Wertgrenze sind Vorgängen, zwischen denen eine Verbindung offenkundig gegeben ist, zusammenzurechnen.

Unklar ist, ob dabei auch Sparbücher auftauchen werden, von denen Sie heute noch gar nichts wissen. Dann könnte man dem Ganzen ja auch etwas Positives abgewinnen - nämlich dann, wenn so nun plötzlich die von Oma & Opa auf Ihren Namen angelegten Sparbücher ans Tageslicht kommen, die, gut versteckt, nicht mehr auffindbar waren und an die sich bislang  die Hausbank leider nicht erinnerte.
 
Dass eine derart massive Aufweichung des verfassungsrechtlich abgesicherten Bankgeheimnisses  bedenklich ist, liegt auf der Hand.


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Team Jünger Steuerberater OG
Innsbruck