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Keine Vermietung an Unterhaltsberechtigte

Die Vermietung einer Liegenschaft zur Wohnversorgung naher Angehöriger in Erfüllung einer Unterhaltsverpflichtung ist steuerlich unbeachtlich.

Das Bundesfinanzgericht hat zuletzt Ende 2014 entschieden, dass die Überlassung einer Wohnung an die  unterhaltsberechtigte Tochter für rein private Zwecke keine Einkunftsquelle und keine wirtschaftliche Tätigkeit darstellt.

Das Gericht hat die Auffassung vertreten, dass die Überlassung der Wohnung an Familienangehörige als Gewährung des gesetzlichen Unterhaltes zu bewerten ist. Die Tatsache, dass die Tochter Miete für die Überlassung bezahlt hat, ergibt wirtschaftlich dasselbe Ergebnis wie eine unentgeltliche Zurverfügungstellung der Wohnung, verbunden mit der Leistung eines um die Miete verringerten Unterhaltsbetrages.

Ein „Vermietungsmodell“ in der Art, eine Wohnung zu kaufen (gegebenenfalls mit Vorsteuerabzug), die Anschaffungskosten im Wege der Abschreibung und weitere Ausgaben betreffend die Wohnung ergebnismindernd abzusetzen, einen Verlust aus der Vermietung zu erzielen, der mit anderen positiven Einkünften ausgeglichen werden soll, wird von der Rechtsprechung als steuerlich nicht relevant abgelehnt, auch dann, wenn die Vermietung fremdüblich erfolgt, eine positve Prognoserechnung mit einer Gesamtüberschusserzielung vorgelegt werden kann und die Unterhaltsberechtigte auch über eigene Einkünfte (die jedoch unter der Selbsterhaltungsfähigkeit liegen) verfügt.

 


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Ärztetreuhand Braunschmid
Linz - Graz