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Einkommensteuer-Vorauszahlung 2015 prüfen!

Bis 30. September 2015 kann noch ein Herabsetzungsantrag betreffend die Einkommensteuer-Vorauszahlung 2015 gestellt werden; danach ist das nicht mehr möglich!

Wurde für das Jahr 2015 eine Einkommensteuervorauszahlung vorgeschrieben, so hat der Steuerpflichtige diese in vierteljährlichen Teilbeträgen zu leisten: am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November.
Die Höhe der Vorauszahlungen wird vom Finanzamt mit Bescheid vorgeschrieben. Dieser ergeht üblicherweise gleichzeitig mit dem Steuerbescheid für ein abgelaufenes Jahr.


Nachdem die Buchhaltung für das erste Halbjahr 2015 bis 15. August erstellt sein muss, sollte Ihr Steuerberater durch Hochrechnung des bisherigen Gewinnes bzw. durch Einschätzung des Jahresergebnisses die ungefähre Steuerbelastung berechnen. Diese sollte er mit der von der Finanz vorgeschriebenen Vorauszahlung vergleichen.


Wenn für 2015 ein schlechteres Jahresergebnis als das der derzeitigen Vorauszahlung zugrunde liegende zu erwarten ist, zahlen Sie zu viel ans Finanzamt voraus. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, die Steuervorauszahlungen herabsetzen zu lassen.


Für die Herabsetzung ist ein formloser Antrag erforderlich. Dieser muss eine Begründung enthalten, in welcher die verminderte Gewinnerwartung aufgrund der wirtschaftlichen Lage dargelegt wird. Diese Zahlen sind dem Finanzamt nachzuweisen z.B. durch die Vorlage einer Saldenliste der laufenden Buchhaltung und der Gewinnhochrechnung.


Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Sie nicht nur einmal im Jahr dem Steuerberater die Belege bringen, sondern die Monatsbelege laufend verbucht werden! Die Arbeit wird dadurch nicht mehr, im Gegenteil: Nur so kann der Steuerberater laufend mit Ihrer finanziellen Entwicklung mitleben und wertvolle Empfehlungen geben, oder auch rechtzeitig einschreiten, wenn dies angezeigt erscheint (auch Ärzte kennen einen Patienten besser und können mehr für ihn tun, wenn dieser regelmäßig zum Arzt geht).


Damit eine Herabsetzung noch für das laufende Jahr wirkt, muss der Antrag bis spätestens 30. September gestellt werden. Anträge, die danach ans Finanzamt geschickt werden, wirken sich für das laufende Jahr nicht mehr aus. Wenn Sie also am 1. Oktober bemerken, dass das Geschäft doch nicht so gut gelaufen ist und daher die vorläufige Einkommensteuer zu hoch sein wird, können Sie die Vorauszahlung des 4. Quartals, die am 15.November fällig ist, nicht mehr reduzieren.


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Ärztetreuhand Braunschmid
Linz - Graz