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Steuersparcheckliste zum Jahresende 2015

Alle Jahre wieder . . .. . Machen Sie hier Ihren persönlichen Steuer-Check 2015 und lesen Sie, was und wie Sie jetzt noch aktiv gestalten können:

Los geht's!

o Check 1        Hochrechnen,investieren und 13% kassieren
Mit dem Gewinnfreibetrag (GFB) können Sie auch heuer wieder bis zu 13 % Ihrer Gewinne steuerfrei lukrieren, wenn Sie entsprechend investieren. Alles, was Sie dazu brauchen, ist eine entsprechende Berechnung von Ihrem Steuerberater. Dann heißt es nur noch investieren & kassieren. Begünstigt sind Neuanschaffungen abnutzbarer, körperlicher Anlagegüter (Ausnahmen: Luftfahrzeuge, PKWs und Software) und Wohnbauanleihen. Weitere Voraussetzung ist die Einhaltung einer 4-jährigen Behaltefrist. Da Wohnbauanleihen längerfristig ausgelegt sind, empfehlen wir Ihnen rechtzeitig ein Beratungsgespräch mit Ihrer Bank. Es gibt die Möglichkeit am Sekundärmarkt eine gebrauchte Wohnbauanleihe mit einer kürzeren Laufzeit zu erwerben.
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o Check 2        Rüsten Sie sich für die Registrierkassen- und
                        Belegerteilungspflicht ab 1.1.2016
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Ab einem Jahresumsatz von 15.000,- Euro, muss ab 1.1.2016 verpflichtend eine elektronische Registrierkasse verwendet werden, wenn die Barumsätze 7.500,- Euro p.a. übersteigen. Zu den Barumsätzen zählen auch Zahlungen mit Bankomat- und Kreditkarte. Für die Grenzwertermittlung sind die Umsätze des Jahres 2015 maßgeblich. Kommt es 2016 zu einer Betriebsaufgabe oder wird auf Banküberweisung umgestellt, sodass gewährlistet ist, dass der Grenzwert 2016 nicht mehr überschritten wird, besteht keine Registrierkassenpflicht, wohl aber die Pflicht für jede Barzahlung einen fortlaufend nummerierten Beleg zu erstellen. Die meisten Softwareanbieter haben bereits Module geschaffen, die alle Voraussetzungen einer elektronischen Registrierkasse erfüllen, sodass nicht eigenes eine physische Registrierkasse angeschafft werden muss. Wenn Sie es nicht eh schon getan haben, raten wir Ihnen in dieser Angelegenheit dringend Ihren MEDTAX-Steuerberater und Ihren Softwareanbieter zu konsultieren. Ab 1.4.2016 sind hier Strafen von bis zu 5.000,- Euro vorgesehen.
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o Check 3              Gewinn- & Steuerplanung 2015  
Einnahmen-Ausgaben-Rechner können ihren Gewinn ganz einfach planen, indem Einnahmen in das Folgejahr verschoben werden. Gegen Jahresende sollte das Timing der Honorarabrechnung daher wohl überlegt sein. Zahlungseingänge, die erst nach dem 31.12.2015 erfolgen, müssen erst ein Jahr später versteuert werden. Wenn Sie dabei auf Nummer Sicher gehen wollen, können Sie mit Ihrer Bank für die letzten paar Tage des Jahres auch eine sogenannte Habensperre vereinbaren. Dabei wird Ihr Konto einfach für Zahlungseingänge gesperrt, sodass bis zur Aufhebung der Sperre nichts mehr hereinkommen kann. Dies kann für einige heuer besonders interessant, da ab 2016 dank der jüngsten Steuerreform niedrigere Steuersätze gelten. Von diesem Steuerdelta profitieren Sie dann, wenn Ihr steuerpflichtiges Gesamteinkommen maximal 90.000 erreicht. Liegen Sie über dieser Marke, so profitieren Sie von dem neuen Tarif unabhängig von einer Gewinnverschiebung mit einer Steuerersparnis von ca. 2.000,- Euro.
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o Check 4         Immobilienertragsteuer - 2016 wird es teurer
Zugewinne aus der Veräußerung von Immobilien werden ab 2016 mit 30% (derzeit 25%) besteuert. Damit steigt auch bei sogenanntem Altvermögen (Erwerbe vor dem 1.4.2002) die bisher alternativ mögliche Pauschalsteuer vom Veräußerungserlöses von bisher 3,5% auf künftig 4,2%. Zudem fällt ab 2016 der Inflationsanschlag von jährlich 2% ab einem Alter von 10 Jahren weg. Daher lohnt es sich, anstehende Transaktionen noch heuer über die Bühne zu bringen. Was bleibt, ist die Befreiung für selbst hergestellte Gebäude sowie für bestimmte Hauptwohnsitzkonstellationen.
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o Check 5           Grunderwerbsteuer detto
Bei unentgeltlichen Immobilienübertragungen erhöht sich die Bemessungsgrundlage vom bisher vergleichsweise niedrigeren dreifachen Einheitswert auf den Grundstückswert. Letzterer liegt auf Grund der speziellen Berechnungsvorgaben desselbigen in der Regel aber immer noch deutlich unter dem Verkehrswert. Der anzuwendende neue Staffeltarif sieht für Werte über 400.000,- Euro allerding zudem auch für Übertragungen an Angehörige einen höheren Steuersatz vor (3,5 % statt bisher 2%). Auch hier lohnt es sich zu erwägen, anstehende Transaktionen noch ins heurige Jahre vorzuziehen.
Aber Achtung! Es gibt auch Konstellationen, bei denen die neue Rechtslage zu einem günstigeren Ergebnis führt. Bei entgeltlichen Übertragungen außerhalb der Familie besteht kein Handlungsbedarf. Hier wird die Grunderwerbsteuer weiterhin in Höhe von 3,5% auf Basis der Gegenleistung (Kaufpreis), mindestens vom Grundstückswert, festgesetzt. Tipp: Schalten Sie bei konkreten Vorhaben rechtzeitig Ihren MEDTAX-Steuerberater ein. Er kann für Sie hinsichtlich des Timings und aller steuerrelevanten Details sowie insbesondere auch bei der Ermittlung des relevanten Grundstückswertes die Optimalvariante erarbeiten.
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o Check 6             Weihnachtsfeier & Weihnachtsgeschenke
Für Weihnachtsfeiern und andere Betriebsfeiern sowie für Betriebsausflüge können pro Mitarbeiter jährlich bis zu 365 € steuer- und sozialversicherungsfrei untergebracht werden. Zudem darf jeder Mitarbeiter pro Jahr Sachgeschenke im Wert von 186 € von seinem Dienstgeber steuerfrei entgegen nehmen. Auch dieser Aufwand schlägt sich bei Ihnen steuerwirksam zu Buche. Achtung! Bargeld ist ausgenommen. Lösung: Gutscheine.

Auch die Bezahlung von Prämien für die Zukunftssicherung der Mitarbeiter (z.B. Er- und Ablebensversicherungen) sind bis zu 300 € pro Jahr und pro Mitarbeiter steuerfrei und voll betrieblich absetzbar. Es ist der Gleichheitsgrundsatz einzuhalten, d.h. eine entsprechende Zusage kann nur allen zusammen oder nach bestimmten Kriterien festgelegten Mitarbeitergruppen angeboten werden. Ähnliches gilt für Direktzahlungen an Kindergärten und Kindergrippen für die Kinder Ihrer Mitarbeiter. Hier liegt die Grenze bei jährlich 1.000,- Euro pro Kind.
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o Check 7             Kirchenbeitrag noch einzahlen
An Kirchenbeiträgen können bis zu 400 € p.a. von der Steuer abgesetzt werden, insofern dieser Betrag auch tatsächlich einbezahlt wurde.
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o Check 8               Spenden & Steuersparen
Auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen (www.bmf.gv.at) finden Sie eine Auflistung steuerlich absetzbarer Spenden. Begünstigte Spendenempfänger sind, neben bestimmten Einrichtungen wie Universitäten, Museen etc., auch eine Reihe humanitärer Organisationen, Umwelt-, Natur- und Artenschutzorganisationen sowie die freiwilligen Feuerwehren, die Landesfeuerwehrverbände,Tierheime und Spenden an Hochwasseropfer. Auch Spenden an begünstigte Spendenempfänger aus EU-Staaten und Staaten, mit denen eine umfassende Amtshilfe vereinbart wurde, sind absetzbar, wenn ein Österreichbezug gegeben ist.
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o Check 9                  Fremdwährungsverluste absetzen
Die Situation im Schweizer Franken hat sich nach dem Jännerschock im Laufe des Jahr zwar leicht verbessert, aber eben nur leicht, sodass viele Kreditnehmer weiterhin auf beachtlichen Kursverlusten sitzen. Da bei betrieblichen Krediten die Kursverluste steuerlich abgesetzt werden können und es vor allem hier um satte Steuersparbeträge gehen kann, gehört dieser Punkt daher auch heuer wieder auf unsere Steuersparcheckliste zum Jahresende. Die Frage ob es steuerlich gut ist, dies Kursverluste noch vor Jahreswechsel zu realisieren, hängt von der Höhe Ihres steuerpflichtigen Gesamteinkommens ab. In manchen Fällen kann auch eine Aufteilung des Gesamtvolumens auf zwei oder auch mehrere Steuerjahre sinnvoll sein. Bitte konsultieren Sie vor einer Entscheidung jedenfalls Ihren  MEDTAX-Steuerberater. Selbst, wenn man aus Angst vor einer Verschlechterung der Kurssituation rasch handeln möchte, muss man auf eine steuerlichen Optimierung nicht verzichten. Hier gibt es die Möglichkeit eines sogenannten Kurssicherungsgeschäftes, mit dem z.B. der heutige Kurs für einen späteren Umstiegs- oder Tilgungstermin fixiert werden kann.
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o Check 10            Verlustbeteiligungen
Durch Erwerb einer Beteiligung an einem verlustbringenden Unternehmen oder einer Liegenschaftsvermietung (Vorsorgewohnung, Bauherrenmodell) können die Verluste steuerlich abgesetzt werden. Achtung, die Finanz akzeptiert aber nicht alles! Tipp: Suchen Sie sich ein Projekt nach Ihrem Geschmack aus und lassen Sie es vor Unterfertigung auf steuerliche Verwertbarkeit prüfen. Bedenken Sie bitte auch, dass es sich hier um Veranlagungen mit erheblichem Risiko handeln kann.


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Dieser Beitrag wurde verfasst von

Team Jünger Steuerberater OG
Innsbruck